Wandertipp: Bleckwand am Wolfgangsee

Kühle Wälder, saftige Wiesen und traumhafte Aussichten – dass das Land Salzburg ein Paradies für Wanderer ist, dürfte wohl jedem klar sein. Dass man auch mit den Öffis schnell weit raus aus der Stadt kommt und sogar direkt am Beginn von Wanderwegen aussteigen kann, wohl eher wenigeren. Eine solche, gut an den öffentlichen Verkehr angebundene Wanderroute ist jene, die auf den Gipfel der Bleckwand am Wolfgangsee führt.

 

Startpunkt ist der Salzburger Hauptbahnhof. Dort steigt man in den Regionalbus 150 Richtung Bad Ischl ein. Die Fahrt beträgt knapp eine Stunde, zahlt sich aber auf jeden Fall aus. Der Ausstieg erfolgt bei der Station „Gschwendt Landauer“. Wer trotz Öffi-Anbindung lieber mit dem Auto hinfährt, kann bei den dort vorhandenen Parkplätzen, von denen ausreichend vorhanden sind, kostenfrei parken.

 

Direkt von der Station aus fängt auch schon die Wanderroute an, welche die ersten 20 Minuten aus teilweise durch eine Wohnsiedlung führender asphaltierter Straße besteht. Die gute Beschilderung sorgt dafür, dass man den Weg auf die Bleckwand leicht findet und nicht falsch abbiegt. Alsbald erreicht man den Wald, der einen fast durch die gesamte Wanderung hindurch begleitet und für eine vergleichsweise angenehme Temperatur auch im Hochsommer sorgt. Sobald man dann kurz nach dem Beginn des Waldes die ersten Wege abseits der Straße betritt, geht die Wanderung erst richtig los.

 

Die steilen Wege, die wortwörtlich über Stock und Stein führen, sorgen dafür, dass man während der knapp zweistündigen Wanderung durchgehend körperlich gefordert wird. Wem es zu anstrengend wird, kann, da sich der weg immer wieder mit einer Schotterstraße kreuzt, zeitweise auf diese Abbiegen, solange man dadurch nicht ganz von der Route abkommt.

 

Zwischendurch gibt es immer wieder die Möglichkeit, die Aussicht zu bewundern. Die erste größere Lichtung erreicht man nach etwa einem Drittel. Die zweite, nachdem man die Hälfte des Weges hinter sich hat. Nach etwa zwei Dritteln kommt man zur Bleckwandhütte, bei der man typisch österreichische Hausmannskost, wie z. B. Bauernkrapfen, genießen kann. Hat man sich gestärkt, dann geht’s noch einmal knapp über 30 min hinauf bis man das Gipfelkreuz erreicht.

 

Oben angekommen wird man mit einer wunderschönen Aussicht über den gesamten Wolfgangsee und darüber hinaus belohnt. Plätze zum Ausrasten und Verweilen gibt es auf der großen, mit grüner Wiese bedeckten Almfläche mehr als genügend. Man findet dort auch das sogenannte Ofenloch, einen sehr beliebten Foto-Spot.

 

Wer also gerne wandert, eine relativ gute Kondition hat und schöne Aussichten mag, dem kann nur gesagt werden: Rauf auf die Bleckwand!

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